Ab dem 01.01.2026, markiert die Abschaffung des Pauschalsteuersystems und der Übergang zur Selbstdeklaration und Selbsterstattung der Steuern auf Basis der tatsächlichen Einnahmen einen großen Schritt im Steuerwesen. Diese Änderung zwingt Unternehmen und Betriebe, ihre gesamte Umsatzbuchhaltung, Rechnungsverwaltung und interne Betriebsabläufe zu überprüfen.
Betrachtet man es rein aus Sicht der Compliance, ist dies ein Druck. Betrachtet man es jedoch aus Sicht des Managements, ist es auch eine Chance, den Geschäftsbetrieb nachhaltiger zu gestalten.
„Selbstdeklaration, Selbsterstattung“ – die neue Herausforderung für Unternehmen ab 2026
Mit dem Übergang zum Modell der Selbstdeklaration liegt der Fokus nicht mehr auf der „Zahlung des festgelegten Betrags“, sondern auf der grundlegenderen Frage: Wie hoch sind die tatsächlichen Einnahmen und wie werden sie erfasst?
Dies bringt eine Reihe neuer Anforderungen mit sich:
Umsätze müssen transparent und klar begründet sein
Im neuen Modell sind die tatsächlichen Einnahmen die Grundlage für die Steuerberechnung. Fehlende Daten, unvollständige Erfassungen oder verstreute Einnahmen aus verschiedenen Vertriebskanälen erschweren es den Unternehmen, genaue Zahlen für die Steuererklärung zu ermitteln.
Verteilte und schwer zu aggregierende Verkaufsdaten
Unternehmen, die auf Plattformen wie Shopee, Lazada, TikTok Shop, über Websites oder in physischen Geschäften verkaufen, haben oft das Problem, dass jeder Kanal eigene Daten hat. Ohne ein zentrales System ist die Aggregation der Einnahmen für Steuerperioden leicht fehlerhaft.
Rechnungen werden zu wichtigen Rechtsgrundlagen
Elektronische Rechnungen sind nicht mehr nur ein Teil der Akten, sondern eine direkte Referenz für die Einnahmen. Die isolierte Ausstellung von Rechnungen, die nicht mit Bestellungen verknüpft sind, oder die manuelle Verwaltung von Eingangs- und Ausgangsrechnungen erhöht das Risiko einer falschen Deklaration.
Hoher Druck auf die Buchhaltungsabteilung
Die Buchhaltung kann nicht mehr nur am Ende des Monats oder Quartals Daten verarbeiten. Das Modell der Selbstdeklaration erfordert eine kontinuierliche Überwachung und regelmäßige Abgleiche, was das Arbeitsvolumen und den Druck erhöht, wenn die Abläufe weiterhin manuell erfolgen.
Die Rechenschaftspflicht liegt vollständig beim Geschäftsinhaber
Da die Steuerbehörden über mehr Werkzeuge zum Datenabgleich verfügen, sind die Unternehmen gezwungen, ihre eigenen Zahlen genau zu kennen. Alle Fehler müssen auf Basis der tatsächlichen Daten erklärt werden, ohne Raum für „Schätzungen“.
Chancen, die sich aus der Änderung der Steuerpolitik ergeben
Standardisierung des gesamten Geschäftsbetriebs
Die Verfolgung der tatsächlichen Einnahmen hilft Unternehmen, die Effektivität einzelner Vertriebskanäle, Produkte und des gesamten Cashflows klar zu erkennen. Dies ist die Grundlage für genauere Geschäftsentscheidungen, die nicht nur steuerlichen Zwecken dienen.
Reduzierung der Abhängigkeit von manueller Endverarbeitung
Wenn Daten durchgängig erfasst werden, müssen Unternehmen ihre Rechnungen und Daten nicht mehr in letzter Minute vor Fälligkeitsterminen zusammenfassen. Die Steuererklärung wird Teil des Betriebsprozesses und nicht mehr eine saisonale Belastung.
Verbesserung der Managementfähigkeiten, Annäherung an Unternehmensstandards
Das Modell der Selbstdeklaration zwingt Kleinunternehmer und kleine Unternehmen, sich an das Datenmanagement, die Umsatzberichterstattung und die Kostenkontrolle zu gewöhnen. Dies ist ein wichtiger Schritt, um die Skalierung zu ermöglichen und mit größeren Partnern zusammenzuarbeiten.
Anwendung von Technologie zur Risikominimierung und Reduzierung der Betriebskosten
Die Nutzung einer zentralisierten Managementplattform reduziert Fehler, spart Zeit und minimiert steuerliche Risiken. Technologie wird zu einem Werkzeug zur Unterstützung der Compliance und zur Optimierung des Betriebs, anstatt nur ein zusätzlicher Komfort zu sein.
Wie GTG CRM Unternehmen unterstützt, Chancen zu nutzen und Herausforderungen zu reduzieren?
GTG CRM fungiert als zentrale Managementinfrastruktur, die es Unternehmen ermöglicht, proaktiv auf die Phase der „Selbstdeklaration, Selbsterstattung“ zu reagieren.
Zentrale Verwaltung von Produkten von E-Commerce-Plattformen
Das Produktkatalog wird auf einer einzigen Plattform zusammengeführt und kann von Shopee, Lazada, TikTok Shop synchronisiert werden, wodurch Unternehmen eine konsistente Kontrolle über ihre Verkaufsdaten erhalten.
GTG CRM unterstützt die zentrale Zusammenführung von Produkten von E-Commerce-Plattformen zur einfacheren Verwaltung
Erfassung von Bestellungen und Lagerbestand in Echtzeit
Jede Transaktion wird zentral gespeichert, was eine genaue Umsatzermittlung für Steuerperioden unterstützt und Abweichungen bei den Zahlen reduziert.
Veranschaulichung der Bestellverwaltung in GTG CRM
Proaktive Verwaltung von Ausgangs- und Eingangsrechnungen
Rechnungen werden mit den tatsächlichen Transaktionen verknüpft, was der Buchhaltung eine schnellere Zusammenfassung ermöglicht und manuelle Eingriffe während des Deklarationsprozesses reduziert.
Proaktive Verwaltung von Eingangs- und Ausgangsrechnungen
Entlastung der Buchhaltung im Kontext der neuen Compliance
Zentrale Daten ermöglichen eine proaktive Arbeitsweise der Buchhaltung, reduzieren Endperioden-Verarbeitung und minimieren Fehlerquoten.
Fazit
Der Übergang zur Selbstdeklaration und Selbsterstattung der Steuern ab dem 01.01.2026 stellt eine erhebliche Herausforderung dar, bietet aber auch eine Chance für Unternehmen, ihre Abläufe zu standardisieren und ihre Managementkapazitäten zu verbessern. Unternehmen, die frühzeitig in ein Datenmanagementsystem investieren, werden nicht nur die neuen Vorschriften besser einhalten, sondern auch eine transparentere und nachhaltigere Betriebsgrundlage für die Zukunft schaffen.
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