Bei der Gründung eines Unternehmens ist die Wahl des Rechtsmodells eine Entscheidung, die sich direkt auf den Geschäftsbetrieb, die Steuerpflichten, rechtliche Risiken und zukünftige Expansionsmöglichkeiten auswirkt. In der Praxis stehen die meisten Klein- und Mittelunternehmer vor der Wahl zwischen den beiden gängigsten Optionen: Kleingewerbe und Unternehmen.

Beide Modelle sind legal und von der vietnamesischen Gesetzgebung anerkannt, unterscheiden sich aber grundlegend, nicht nur in Bezug auf die Größe. Das richtige Verständnis der Unterschiede hilft dem Unternehmer, von Anfang an die richtige Wahl zu treffen und überstürzte Umwandlungen oder hohe Kosten und rechtliche Risiken zu vermeiden.

Was sind die Unterschiede zwischen einem Kleingewerbe und einem Unternehmen?

Was ist ein Kleingewerbe?

Ein Kleingewerbe ist eine Unternehmensform, die von einer Einzelperson oder Familienmitgliedern gegründet wird und für die Geschäftstätigkeit mit ihrem gesamten Vermögen haftet. Wenn mehrere Mitglieder beteiligt sind, muss ein Vertreter benannt werden, der als Hauptinhaber fungiert.

Einfach ausgedrückt ist ein Kleingewerbe ein Geschäftsmodell, das eng mit der Einzelperson verbunden ist, ohne Trennung zwischen Geschäftsvermögen und Privatvermögen des Hauptinhabers. Deshalb wird dieses Modell oft bei der Gründung kleiner, einzelner Geschäfte gewählt.

Ein Kleingewerbe ist eng mit der Einzelperson verbunden

Ein Kleingewerbe ist ein Geschäftsmodell, das eng mit der Einzelperson verbunden ist.

Was ist ein Unternehmen?

Ein Unternehmen ist eine wirtschaftliche Organisation mit eigener Rechtspersönlichkeit, eigenem Namen, eigenem Vermögen, eigenem Geschäftssitz und einer Gründung, die gemäß den gesetzlichen Bestimmungen zum Zweck des Geschäftsbetriebs erfolgt.

Ein Unternehmen existiert unabhängig von den Personen, die Kapital einbringen. Je nach Art der Gesellschaft haftet der Eigentümer oder das Mitglied nur im Rahmen seines Kapitaleinsatzes, außer in besonderen Fällen wie der Kommanditgesellschaft.

Der Kernpunkt eines Unternehmens liegt in der rechtlichen Trennung zwischen der Einzelperson und der Geschäftstätigkeit.

Unternehmen – Haftung im Rahmen des Kapitaleinsatzes

Je nach Art der Gesellschaft haftet der Eigentümer oder das Mitglied nur im Rahmen seines Kapitaleinsatzes.

Vergleich von Kleingewerbe und Unternehmen nach Kernkriterien

Um das Verständnis zu erleichtern, fasst die folgende Tabelle die wichtigsten Unterschiede zusammen, wobei der Schwerpunkt auf den Punkten liegt, die den Unternehmer in der Praxis direkt betreffen.

VergleichskriteriumKleingewerbeUnternehmen
NamensgeberEine Einzelperson, eine Gruppe von Personen innerhalb einer FamilieEinzelperson oder Organisation, kann mehrere Kapitalgeber haben
Rechtliche StellungBildet keine eigenständige juristische PersonIst eine juristische Person (außer bei Einzelunternehmen)
GeschäftsbereichIst in der Regel an einen bestimmten Geschäftsstandort gebundenKann flexibel durch Zweigniederlassungen, Büros, Geschäftsstellen erweitert werden
Finanzielle HaftungDer Hauptinhaber haftet mit seinem gesamten PrivatvermögenHaftung beschränkt auf den eingezahlten Kapitalanteil
Buchhaltung und RechnungsstellungEinfache Buchhaltung, oft Anwendung von Pauschal- oder direkter BesteuerungVolle Anwendung der Buchhaltungsordnung, elektronischer Rechnungsstellung, Jahresabschlüsse erforderlich
Steuerliche PflichtenGewerbesteuer, Umsatzsteuer, Einkommensteuer (je nach Art)Gewerbesteuer, Umsatzsteuer, Körperschaftsteuer, Einkommensteuer, regelmäßige Berichterstattung
KapitalbeschaffungsmöglichkeitenBegrenzt, hauptsächlich von Einzelpersonen oder FamilienLeichtere Kapitalbeschaffung, Möglichkeiten zur Kapitalerhöhung, Aktienausgabe oder Kreditaufnahme bei Finanzinstituten
Gründungs- und AuflösungsverfahrenEinfachKomplexer, erfordert Berichte und Steuerausgleich bei Auflösung

Wie die Tabelle zeigt, liegt der größte Unterschied nicht darin, ob „mehr oder weniger Steuern gezahlt werden“, sondern in der rechtlichen Haftung und den Expansionsmöglichkeiten.

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Wann sollte ein Kleingewerbe gewählt werden?

Ein Kleingewerbe eignet sich für die Anfangsphase, wenn die Geschäftstätigkeit noch klein ist, das Risikospektrum gering ist und der Unternehmer die Verfahren vereinfachen möchte. Dieses Modell wird oft gewählt, wenn noch kein Bedarf besteht, Kapital aufzunehmen, die Größe zu erweitern oder eine juristische Marke aufzubauen.

Gerade die unbeschränkte Haftung birgt jedoch Risiken für viele, wenn der Umsatz schnell steigt, insbesondere in Bereichen wie Online-Verkauf, E-Commerce oder Dienstleistungen, bei denen es zu Beschwerden und Streitigkeiten kommen kann.

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Wann ist ein Unternehmen die bessere Wahl?

Ein Unternehmen ist die richtige Wahl, wenn der Unternehmer eine langfristige Ausrichtung hat, die Größe seines Unternehmens erweitern, eine Marke aufbauen und persönliche rechtliche Risiken minimieren möchte. Dies ist auch ein notwendiges Modell, wenn in Bereichen tätig, die strenge rechtliche Anforderungen haben, mit großen Partnern zusammengearbeitet wird oder an regulären Lieferketten teilgenommen wird.

In der Praxis wandeln viele Unternehmen, die ursprünglich als Kleingewerbe begonnen haben, zu einem Unternehmen um, wenn sie einen bestimmten Schwellenwert bei Umsatz, Personal oder Risikograd erreichen.

Praktische Sichtweise für Online-Unternehmer

In der Praxis beginnen viele mit einem Kleingewerbe, um den Markt zu testen, und wandeln dann zu einem Unternehmen um, wenn Umsatz und Risiko steigen. Dies ist ein völlig sinnvoller Weg, wenn die Buchhaltung, Rechnungsstellung und Geschäftsdaten frühzeitig vorbereitet werden.

Die richtige Wahl des Modells von Anfang an spart nicht nur Kosten, sondern vermeidet auch spätere, schwer zu lösende rechtliche Probleme, insbesondere wenn die Steuerbehörden zunehmend auf Basis von Daten und Geldflüssen kontrollieren.

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Fazit

Es gibt kein „absolut gutes“ Modell für alle Fälle. Kleingewerbe und Unternehmen sind darauf ausgelegt, unterschiedliche Phasen und Ziele des Geschäftsprozesses zu unterstützen.

Wenn die richtige Wahl von Anfang an getroffen wird, kann der Unternehmer Kosten optimieren, effizient verwalten und rechtliche Risiken minimieren. Umgekehrt sind die Kosten für die Anpassung und die daraus resultierenden Risiken oft viel höher als die anfänglichen Gründungskosten, wenn das falsche Modell im Verhältnis zum tatsächlichen Betrieb gewählt wird.

Daher sollte der Unternehmer vor der Registrierung sorgfältig die Größe, die Entwicklungsrichtung, die Managementkapazität und die Risikobereitschaft bewerten und dann das für ihn am besten geeignete Modell wählen.

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