Nichtregistrierung oder -meldung von E-Commerce-Websites
Ein häufiges Risiko ist die Erstellung einer Website mit Bestellfunktion, ohne die Meldungs- oder Registrierungsverfahren bei der staatlichen Verwaltungsbehörde einzuhalten. Gemäß den E-Commerce-Bestimmungen müssen Verkaufswebsites mit Online-Bestellfunktion die Meldungs- oder Registrierungsverfahren beim Ministerium für Industrie und Handel einhalten. Dieses Verfahren:- Wird vollständig online durchgeführt
- Ist kostenlos
- Erfordert keine komplizierten Unterlagen
- Für Einzelpersonen: Die Strafe kann von 10 bis 20 Millionen VND betragen
- Für Organisationen: Die Strafe kann von 20 bis 40 Millionen VND betragen
Weitere Informationen: Anleitung zur Registrierung eines Kleinunternehmens: Verfahren, Dokumente und Wissenswertes
Anbringen des „informierten/registrierten“ Symbols ohne Bestätigung
Gravierender als die Nichtregistrierung ist das eigenmächtige Anbringen eines Bestätigungssymbols ohne gültige Genehmigung. Die Verwendung von Symbolen wie „informiert“ oder „registriert“ ohne offizielle Bestätigung wird als falsche Informationsvermittlung angesehen, die Verbraucher und Aufsichtsbehörden in die Irre führt.
Die Verwendung von Symbolen wie „informiert“ oder „registriert“ ohne offizielle Bestätigung kann bestraft werden
Dieses Verhalten kann mit einer Geldstrafe geahndet werden:- Von 10 bis 30 Millionen VND für Einzelpersonen
- Bei Organisationen kann die Strafe verdoppelt werden
Missverständnis der Verantwortung zwischen Verkäufer und E-Commerce-Plattform
Eines der gefährlichsten Missverständnisse ist die Annahme: „Wenn ich auf der Plattform verkaufe, ist die Plattform vollständig verantwortlich.“ Nach neuen Vorschriften sind E-Commerce-Plattformen für die Koordinierung der Warenverwaltung, die Bearbeitung von Verstößen und den Schutz der Verbraucherrechte verantwortlich. Dies reduziert jedoch nicht die rechtliche Verantwortung des Verkäufers. Online-Unternehmer müssen weiterhin:- Die Rechtmäßigkeit der Waren sicherstellen
- Die Steuer- und Rechnungslegungsvorschriften einhalten
- Wahrheitsgemäße Produktinformationen bereitstellen
Weitere Informationen: Muss der Umsatz auf E-Commerce-Plattformen steuerlich deklariert werden?
Verstoß gegen Geschäftsbedingungen für regulierte Branchen
Nicht alle Waren dürfen online unter den gleichen Bedingungen verkauft werden. Einige sensible Branchen wie Alkohol, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetika und regulierte Produkte dürfen nur dann online gehandelt werden, wenn sie die zusätzlichen rechtlichen Anforderungen vollständig erfüllen. Beispielsweise müssen Online-Verkäufer von Alkohol:- Gültige Geschäftslizenz vorhanden
- Alterskontrolle bei Käufern und Empfängern durchführen
- Zusammenarbeit mit Versanddienstleistern zur Verifizierung
- Bargeldlose Zahlungsarten anwenden
Bei Nichtbeachtung dieser Bedingungen können Verkäufer mit folgenden Risiken konfrontiert werden:
- Hohe Bußgelder
- Zwangsrückruf von Produkten
- Risiko von Klagen durch Wettbewerber oder Verbraucher
Keine Kontrolle über Werbeinhalte, Livestream-Verkäufe
Livestreaming entwickelt sich zu einem wichtigen Vertriebskanal, birgt aber auch neue rechtliche Risiken in Bezug auf Inhalte und Daten.

Livestreaming wird zu einem wichtigen Vertriebskanal, birgt aber auch rechtliche Risiken
Gemäß neuer politischer Ausrichtung müssen Livestream-Übertragungsdaten für den Verkauf für eine bestimmte Zeit gespeichert werden, um als Grundlage für die Bearbeitung von Streitigkeiten, Reklamationen oder Verstößen zu dienen.
Dies stellt Anforderungen an die Verkäufer:
- Inhalte der Äußerungen kontrollieren, um falsche Werbung zu vermeiden
- Die Vergrößerung der Produktvorteile einschränken
- Ein System zur Speicherung und Abfrage von Daten bei Bedarf haben
Eine schlechte Kontrolle der Livestream-Inhalte kann zu Bußgeldern wegen Werbung, Verbraucherschutz oder unlauterem Wettbewerb führen.
Risiken bei der Ausstellung elektronischer Rechnungen im Online-Verkauf
Eine praktische Schwierigkeit ist der Mangel an Käuferinformationen beim Verkauf über E-Commerce-Plattformen aufgrund der Datenschutzmechanismen der Plattform.
Ohne geeignete Lösungen können Verkäufer in folgende Situationen geraten:
- Umsatz vorhanden, aber keine gültige Rechnung ausgestellt
- Datenabweichungen zwischen Plattform und Steuerunterlagen
- Aufforderung zur Stellungnahme oder Steuerfestsetzung
Derzeit erlaubt das Gesetz einige rechtliche Lösungsansätze, darunter:
- Verwendung von elektronischen Rechnungen, die von Registrierkassen erstellt und mit der Steuerbehörde verbunden sind, ohne vollständige Käuferinformationen zu benötigen
- Bevollmächtigung der E-Commerce-Plattform, in geeigneten Fällen Rechnungen zu erstellen
Die fehlende proaktive Wahl einer geeigneten Lösung kann dazu führen, dass Verkäufer Risiken eingehen, auch wenn sie keine Absicht zur Verletzung haben.
Weitere Lektüre: Alles über elektronische Rechnungen: Wann sie benötigt werden, wie man Fehler behebt
Risiken in Bezug auf Kosten und Buchhaltungsbelege
Viele Verkäufer konzentrieren sich nur auf den Umsatz, entdecken aber bei einer Prüfung:
- Kosten ohne ausreichende Belege
- Kosten, die bei der Steuerberechnung nicht abzugsfähig sind
- Unfähigkeit, festzustellen, welche Kosten abzugsfähig sind
Die häufigsten Folgen sind:
- Höhere zu zahlende Steuern als tatsächlich erforderlich
- Nachzahlungen und Säumniszuschläge
Weitere Lektüre: Welche Kosten sind beim Geschäftsbetrieb steuerlich absetzbar?
Lösung: Ein Managementsystem ist die wichtigste rechtliche „Verteidigungslinie“
Der gemeinsame Nenner der meisten oben genannten Risiken liegt nicht im Nichtwissen des Gesetzes, sondern in der fehlenden Systematik, um das Gesetz im täglichen Betrieb korrekt umzusetzen.
Integrierte Managementsysteme wie GTG CRM unterstützen Verkäufer bei:
- Zentrale Verwaltung von Bestellungen, Produkten, Lagerbestand und Versand
- Ausstellung von elektronischen Rechnungen über MISA, S-Invoice
- Erstellung von Ersatzrechnungen bei Rücksendungen
- Synchronisierung von Verkaufs- und Buchhaltungsdaten
- Speicherung von Daten für Abgleich und Prüfung

Zentrale Verwaltung von Bestellungen, Produkten, Lagerbestand, Versand, Buchhaltung...
Dies ist keine Lösung, um Risiken zu vermeiden, sondern eine systematische Art, Risiken zu kontrollieren.
Fazit
Online-Geschäfte bewegen sich nicht mehr in rechtlichen Grauzonen wie früher. Aktuelle Managementsysteme verlagern sich stark auf datengesteuerte Verwaltung, Rechnungsstellung und technologische Plattformen.
Die häufigsten Risiken ergeben sich oft aus:
- Fehlende Aktualisierung neuer Vorschriften
- Fehlinterpretationen von Rollen und rechtlichen Verantwortlichkeiten
- Fehlende Standardisierung von Prozessen von Anfang an
Das klare Verständnis und die korrekte Einhaltung der Vorschriften helfen nicht nur, bedauerliche Strafen zu vermeiden, sondern sind auch die Grundlage für ein stabiles, transparentes und nachhaltiges Online-Geschäft in einem zunehmend streng regulierten digitalen Umfeld.
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